Gemeinsame Podiumsdiskussion von JU und MIT
Auswirkungen der Finanzkrise auf den Mittelstand im Hochsauerland

Die Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft ist auch an der heimischen Wirtschaft im Hochsauerlandkreis nicht spurlos vorübergegangen. Zu einer Zwischenbilanz hatten der Kreisverband der Jungen Union und die Mittelstandsvereinigung der CDU im HSK in die Betriebsräume der Firma TITAL in Bestwig eingeladen.
Bevor die über 50 interessierten Bürgerinnen und Bürger aus dem Sauerland, darunter viele junge Menschen, die Podiumsdiskussion der Experten aufmerksam verfolgten, konnten die Teilnehmer die Produktionsanlagen der Firma TITAL besichtigen. TITAL ist führender Hersteller von anspruchsvollen Feingussprodukten aus Titan- und Aluminiumlegierungen. Von Bestwig aus beliefert das Unternehmen weltweit Kunden aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, Elektronik- und Optikindustrie, Industrie- und Medizintechnik sowie aus Formel 1 und Motorsport.
In der Podiumsdiskussion, die vom Pressesprecher der Jungen Union HSK, Bernd Schulte, mit Bravour geleitet wurde, schilderten die Vertreter aus den heimischen Unternehmen, wie in den letzten Monaten Auftragseingang und Umsatz deutlich zurück gegangen sind. „Mit Hilfe der Kurzarbeit, die wir für einen Teil der Fertigung und in anderen Bereichen eingesetzt haben, konnten die Folgen der Krise abgefedert werden", so Ulrich Klein, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung im HSK und Kaufmännischer Leiter der Firma BJB aus Arnsberg.
Jürgen Dörner, Vorstandsmitglied der Volksbank Sauerland e.G., stellte die Sichtweise der Volksbanken im Sauerland vor. „Die heimischen Banken sind mit Bedacht und Engagement der Wirtschaftskrise begegnet. Dort wo wir mit Krediten helfen konnten, dort haben wir auch geholfen", so Dörner. Dies wurde auch von Dr. Volker Verch bestätigt, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte.
Von den Auswirkungen der Finanzkrise auf den Mittelstand konnte auch CDU-Bundestagskandidaten Patrick Sensburg bei berichten. „In der jetzigen Krise zeigt sich die Stärke der Familienunternehmen hier im Sauerland. Unsere mittelständischen Unternehmer leben Soziale Marktwirtschaft. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wird alles getan, um erfolgreich und gestärkt aus der augenblicklichen Krise hervorzugehen", so Patrick Sensburg.
Für Geschäftsführer Philipp Schack von der Firma TITAL steckt in der Krise auch eine große Chance. Allerdings ist der Unternehmer von der Politik ein wenig enttäuscht. „Anscheindend werden die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft von immer weniger Politkern vertreten", so Schack.
Die Teilnehmer waren von den klaren und offenen Worten der Unternehmer, Banken- und Verbandsvertreter beeindruckt. Der allgemeine Tenor: die mittelständischen Unternehmen im Sauerland sind gut aufgestellt und werden diese Krise erfolgreich bewältigen, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle ohne ernsthafte Einschnitte nicht gehen wird.
Hubertus Winterberg, Vorstandsmitglied der Mittelstandsvereinigung, regte an, den Gedankenaustausch in dieser Form, initiiert von Junger Union und MIT Mittelstandsvereinigung in Zukunft auch mit anderen Themen fortzusetzen.



